Irgendwo zwischen Niederösterreich, einem guten Achterl und dem Rest des Universums …
Weltweit tragen gerade mal 448 Menschen diesen Namen. Zum Vergleich: allein in Wien heißen mehr Menschen „Gruber". Ein Illichmann ist seltener als ein freier Parkplatz in der Mariahilfer Straße — und gefühlt genauso schwer zu finden.
Die größte Dichte an Illichmännern? Niederösterreich. Nicht Wien, nicht Salzburg, nicht irgendein hipper Szenebezirk — sondern das bodenständige Niederösterreich. Dort, wo der Wein direkt am Hang wächst, der Heurige pünktlicher aufsperrt als jeder Zug einfährt — und man das Leben nicht unnötig kompliziert. Die Illichmänner wissen eben, wo es sich gut lebt.
Im Norden haben sich Verwandte vor allem in Bayern niedergelassen — geografisch fast schon ums Eck. Sogar in Kanada und Australien ist der Name aufgetaucht. Offenbar sind manche Illichmänner einfach aufgebrochen — ohne Rückfahrticket und mit erstaunlich wenig Gepäck.
Woher kommt der Name? Eine Theorie: von „ilan" — althochdeutsch für eilen. Das würde erklären, warum Illichmänner zwar nie wirklich pünktlich sind, aber immer so aussehen, als wären sie gerade sehr beschäftigt. Eine zutiefst österreichische Eigenschaft.
Eine andere Theorie vermutet eine Verbindung zum kroatischen Ilić — abgeleitet von Elias, dem Propheten, der bekanntlich auf einem Feuerwagen gen Himmel fuhr. Das erklärt zumindest den gelegentlichen Hang zur Dramatik.
Fazit: Selten, geerdet, mit Stil. Ein Name, der keine große Erklärung braucht — er ist einfach da. Unaufgeregt, unverwechselbar. Wie ein guter Wein: nicht für jeden, aber für die Richtigen genau das Richtige.
„In einer Galaxis voller Müllers und Meiers
ist der Illichmann das, was übrigbleibt,
wenn man wirklich lange sucht —
und sich dann freut, dass man gesucht hat."